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Religion und Politik bei Pierre Bourdieu

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.

Die Lehrveranstaltung wird als Onlinekurs unter Nutzung von StudOn und der Videokonferenzsoftware Zoom abgehalten. Die Einwahldaten erhalten Sie rechtzeitig per E-Mail vor Beginn der Lehrveranstaltung.

Inhalt

Wenngleich der prominente Begriff des Habitus oftmals als Zentralbegriff der Bourdieu’schen Soziologie betrachtet wird, so wird bereits an Bourdieus Anfang der 1970er-Jahren veröffentlichten religionssoziologischen Arbeiten deutlich, dass er früh die Notwendigkeit gesehen hat, die differenten Logiken verschiedener gesellschaftlicher Teilbereiche in Rechnung zu stellen, also unterschiedliche Erzeugungs- und Anwendungsbedingungen des Habitus. Es ist der Zusammenhang zwischen Habitus und Feld, der nach und nach in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Im Seminar fragen wir – insbesondere in Auseinandersetzung mit Bourdieus Arbeiten zu Religion und Politik – wie Bourdieu diese ausdifferenzierten Lebensbereiche mit ihren eigenen Spielregeln und Ressourcenverteilungen theoretisch perspektiviert. Welches Verständnis des Sozialen kommt hier zum Ausdruck? Folgen unterschiedliche Felder ähnlichen allgemeinen Logiken (etwa den von Bourdieu unterstellten sozialen Kämpfen), differieren sie lediglich im Detail? Wo liegen die analytischen Chancen, aber auch die Grenzen des Bourdieu’schen Zugriffs? Ein übergeordnetes Ziel der Lehrveranstaltung besteht – neben dem Vertrautwerden mit einem theoretischen Ansatz – darin, die Diskussion und systematische Rezeption komplexer, theoretischer Texte einzuüben und ein grundlegendes Verständnis zentraler Problemstellungen des Faches zu gewinnen.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 30