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Wer oder was ist hier agil? Agilität zwischen Verheißung und Imperativ

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Zeit/Ort n.V.

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Agilität und agile Arbeitsorganisation ist in aller Munde. Jede/r spricht davon, aber kaum eine/r weiß so genau, was damit eigentlich gemeint sein soll. Deswegen wollen wir uns im Seminar mit der Frage auseinandersetzen: Wer oder was ist hier agil? Ideengeschichtlich sind die Ursprünge bis in die 1980er Jahre zurückzuverfolgen, dass sogenannte ‚Agile Manifest‘ stammt hingegen aus dem Jahr 2001 und wurde bis heute in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Der Kontrapunkt zu zentraler Steuerung und Kontrolle, der durch das Manifest gesetzt wurde, markiert eine Abwendung von tayloristischen Methoden der Arbeitsorganisation. Agilität erfordert ein hohes Maß an Selbstorganisation und bietet die Möglichkeit zum Empowerment im Arbeitskontext. Gleichzeitig entstehen durch agile Methoden auch neue Risiken und Belastungen, wobei die Paradoxien und Grenzen dieser Vorgehensweise kaum thematisiert werden. Heute sind agile Methoden wie Kanban oder Scrum aus einigen Branchen nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus rücken sie in vielen weiteren Arbeitswelten immer mehr in den Fokus. Das Seminar gibt einen ersten Einblick in die Organisationsformen der agilen Methoden und wird diese auch im späteren Verlauf in der Praxis anwenden. Es werden zunächst die Entstehungsgeschichte sowie Grundlagen von Agilität vermittelt. Einen konkreten Einblick in die lebensweltliche Praxis bieten ausgewählte Beispiele aus verschiedensten Arbeitsbereichen, um zu verstehen, wie Agilität angewendet wird. Darauf folgt eine praxisorientierte Phase, in welcher die zuvor vermittelten Kenntnisse über agile Vorgehensweisen konkret, mittels einer studentischen agilen Projektgemeinschaft, angewandt werden. Nach der realweltlichen Anwendung der Methoden folgt eine kritische Reflexion, hinsichtlich der Chancen und Grenzen von Agilität im arbeitsweltlichen und studentischen Kontext.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 30