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Interaktionismus

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.

  • Mi 8:15-9:45, Raum 00.6 PSG ICS

Inhalt

Der (Symbolische) Interaktionismus stellt eine zentrale theoretische Perspektive innerhalb der interpretativen Soziologie dar. Ausgehend von George Herbert Meads frühen sozialpsychologischen Schriften hat insbesondere Herbert Blumer dazu beigetragen, den Interaktionismus Mitte des vorangegangenen Jahrhunderts als Alternative zu strukturtheoretischen Ansätzen zu etablieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Annahme, dass es die in Interaktionen ausgehandelten Bedeutungen sozialer Situationen sind, die soziale Ordnung erst ermöglichen und denen sich die Soziologie zuzuwenden habe. Nach und nach hat der Interaktionismus – etwa bei Anselm L. Strauss und Howard S. Becker – vielfältige theoretische Weiterentwicklungen erfahren und schließlich auch wichtige Beiträge zu einer mesosoziologisch orientierten Soziologie sozialer Welten geliefert, die den Blick auf größere Sozialzusammenhänge wirft, aber gleichwohl den Prämissen des Symbolischen Interaktionismus treu bleibt. Im Seminar beschäftigen wir uns sowohl mit klassischen als auch mit neueren Texten und fragen nach den Stärken aber auch den Grenzen interaktionistischer Soziologien. Ein übergeordnetes Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die Diskussion und systematische Rezeption theoretischer Texte einzuüben und ein grundlegendes Verständnis zentraler Problemstellungen des Faches zu gewinnen.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 30