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Arbeitsmarkt und Arbeitsbeziehungen in Vietnam/ Labour market and Industrial Relations in Vietnam

 

Projektbeschreibung:

Gegenstand der geplanten Tagung ist eine Bestandsaufnahme der widersprüchlichen und rasanten Umbruchprozesse des vietnamesischen Arbeitsmarkts und seiner institutionellen Regulierung. Dabei geht es sowohl um eine Einordnung und Interpretation der empirischen Phänomene im Rahmen der Eigenlogiken des vietnamesischen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems als auch um einen Vergleich der vietnamesischen Situation mit ähnlichen Problemlagen in asiatischen Schwellenländern sowie postsozialistischen Transformationsgesellschaften. Die Tagung kann und will jedoch auch an deutsche Debatten der Wirtschaftssoziologie sowie der Theorie industrieller Beziehungen anschließen. Dabei geht es etwa um das Verhältnis zwischen Kultur und Kapitalismus. Die Frage, ob in den asiatischen Industrieländern ein spezifischer „konfuzianischer Kapitalismustyp“ existiert, der sich von europäischen und angelsächsischen Formen in spezifischer Weise abgrenzt, ist nach wie vor heftig umstritten. Des Weiteren lässt sich Vietnam als „Fallbeispiel“ einreihen in die Diskussion über Asien (v.a. China) als neuem Brennpunkt industrieller Konflikte.

Die Konferenz über Arbeitsmarktentwicklungen und industrielle Beziehungen in Vietnam ist zudem geeignet, eine verbesserte wissenschaftliche Basis für arbeitsmarktpolitische Regulierungsinteressen in Deutschland zu liefern. Auch die Intensivierung deutsch-vietnamesischer Forschungskooperation ist ein erklärtes Ziel der Veranstaltung.

Beteiligte Institutsangehörige:

Prof. Dr. Ingrid Artus

Weitere beteiligte Personen:

Prof. Dr. Uwe Blien

Kooperationspartner:

Bundesagentur für Arbeit