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„Andere schön machen“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit

Basisinformationen:
Projektbeschreibung:

Im Zentrum des Forschungsprojekts stehen Dienstleistende, die Arbeit am Körper anderer verrichten und dabei das gewünschte Aussehen sowie damit implizierte Versprechungen bearbeiten: Die Rede ist von Beschäftigten in Friseur- und Kosmetiksalons, Nagel- und Tattoostudios , allesamt Beispiele für einen wachsenden Markt rund um das „Projekt Körper“. Sozial- und kulturwissenschaftlichen Analysen zufolge lässt sich dieser Körperboom als Ausdruck und Reaktion auf einen Gesellschaftswandel interpretieren, in dem das Aussehen als eine zentrale Ressource für Erfolg und Anerkennung bearbeitet wird. Fragen danach, welche Rolle die Dienstleister/innen selbst spielen, blieben bis dato weitgehend unbearbeitet. Hier setzt das Projekt an. Wir fragen danach, wie die Dienstleistungsakteure die Bedürfnisse nach „Schönheit“ übersetzen und auch forcieren. Welche Qualifikationen und welches (Körper-)Wissen bringen sie mit? Was ist ihr berufliches Selbstverständnis und wie lässt sich diese Art von körpernaher Arbeit charakterisieren? Sind die Dienstleistenden auch selbst an der Produktion der Ansprüche und somit an der Konstruktion von Schönheitshandeln beteiligt?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden Methoden der Biografieforschung und Methoden der ethnografischen Feldforschung verbunden.

Beteiligte Personen:

 

Projektleitung:

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

Weitere Projektbeteiligte:

Wissenschaftliche Hilfskräfte:

  • Emilie Dobrovolski
  • Katrin Ettl
  • Petra Grau
  • Kommende Vorträge/Veranstaltungen:
  •   Annerose Böhrer, Renate Liebold, Silke Röbenack, Irmgard-Steckdaub-Muller: „Krähenfüße, dünnes Haar und trockene Haut. Körperarbeit als Defizit-Konstruktion“, Vortrag im Rahmen der Sektion „Soziologie des Körpers und des Sports“ der DGS vom 17/18. Mai 2018 an der Johann-Gutenberg Universität Mainz.
  • Katrin Ettl: “Komm rein, wenn du ein Mann bist!” Die Konstruktion von Männlichkeit im körpernahen Dienstleistungsbereich. Vorstellung der Masterarbeit im Oberseminar des Theorienlehrstuhls mit Schwerpunkt Kultur und Kommunikation, Institut für Soziologie der FAU Erlangen/Nürnberg am 02.06.2018
  • Silke Röbenack: „Arbeit am Körper anderer – Regulierungsstrategien von Dienstleistungsarbeit im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz“, Gastvortrag in den Masterstudiengängen Public Health Nutrition, Public Health, Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe , Hochschule Fulda
  • Katrin Ettl: „Komm rein, wenn du ein Mann bist!“ Die Konstruktion von Männlichkeit im körpernahen Dienstleistungsbereich. Interpretationssitzung im Forschungskolloquium, Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg am 28.06.2018
  •  Irmgard Steckdaub-Muller: “The Discourse of Professionalism and its Function in the Tattooing Scene”, ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  •  Irmgard Steckdaub-Muller: “l’m a Professional Beauty Specialist, not just a simple beautician!” – The Discourse of Professionalism and its Function in Beauty Work.” (Distributed Paper)”, ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • Katrin Ettl: „Komm rein, wenn du ein Mann bist!“ – Die Konstruktion von Männlichkeit im körpernahen Dienstleistungsbereich. Paper eingereicht für die Su Summer School der LMU München (Affekte und Effekte. Perspektiven der Gender Studies // 23.07.2018 – 27.07.2018)
  • Vorträge:
  • Irmgard Steckdaub-Muller: „Tattooing as an Act of Incorporation” – Professional Identities of Tattoo Artists”, Internationale Konferenz “Creative Bodies, Creative Minds”, Karl-Franzen-Universität, Graz, 26.-27.03.2018
  • Katrin Ettl „Die Konstruktion von Männlichkeit im körpernahen Dienstleistungsbereich“. Interpretationssitzung im Forschungskolloquium, Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg am 8.2.2018
  • Irmgard Steckdaub-Muller: Vorstellung eines angefragten Artikels “Individual Professionalzation” as a Process and Ideal. The Example of Tattoo Artists” für das CAMBIO, RIVISTA SULLE TRASFORMAZIONI SOCIALI, Special Issue „Varieties of Professionalism in a Globalising World: New Theoretical Perspectives and Analytical Approaches“ im Oberseminar „Kultur und Kommunikation“, Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg, 05.02.2018, (erscheint Dez. 2018)
  • Irmgard Steckdaub-Muller: „Tätowieren als Erwerbsarbeit“. Interpretationssitzung im Forschungskolloquium, Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg am 11.01.2018
  • Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller: Darstellung von Expertenschaft in körpernahen Dienstleistungen, im Oberseminar des Arbeitsbereichs ‚Arbeit und Organisation’, Institut für Soziologie der FAU Erlangen-Nürnberg am 09. Januar 2018
  • Annerose Böhrer, Renate Liebold, Silke Röbenack: „Haut und Haar – Erste Erkundungen zur Arbeit am Körper anderer“. 7. Interdisziplinäre Tagung des Zentralinstituts „Anthropologie der Religion(en)“ vom 11.bis 13. 10.2017 zum Thema ‚Nacktheit’ an der FAU Erlangen-Nürnberg
  • Irmgard Steckdaub-Muller: „Die Haut als Arbeitsgegenstand – Zum beruflichen Selbstverständnis von  TätowiererInnen“, 7. Interdisziplinäre Tagung des Zentralinstituts „Anthropologie der Religion(en)“ vom 11.bis 13. 10.2017 zum Thema ‚Nacktheit’ an der FAU Erlangen-Nürnberg
  • Renate Liebold, Silke Röbenack, Irmgard Steckdaub-Muller: „Arbeit am Körper anderer: Regulierungsstrategien von Dienstleistungsarbeit im Spannungsfeld von Nähe und Distanz“. Vortrag im Rahmen des Arbeitskreises Expertenwissen (Wissen und Materialität) zum Thema Stethoskop & Co. Der Gebrauch von Technologie zur Anzeige von Expertenschaft auf dem 2. Kongress der DGS-Sektion Wissenssoziologie am 21.-23. 9.2017 in Dortmund
  • Renate Liebold; „Andere schön machen“. Arbeit am Körper anderer zwischen Nähe und Distanz. Erste Felderkundungen. Vortrag auf den 6. Fuldaer Feldarbeitstagen vom 23.-24.06.2017 zum Thema „Herumschnüffeln-aufspüren – einfühlen. Ethnographie als ‚hemdsärmelige’ und reflexive Praxis“ an der Hochschule Fulda
  • Irmgard Steckdaub-Muller: „Des Ganze muss ‚mer‘ professionell betreiben – net so wie so ‚a Scratcher.“ – Der Begriff der Professionalität und seine Funktionen in der Berufsszene der TätowiererInnen“, Jahrestagung der DGS Sektion Professionssoziologie „Funktionen des Professionsbegriffs“, Institut für Sozialforschung, Goethe-Universität Frankfurt a.M., 05.-07.10.2017
  • Irmgard Steckdaub-Muller: “Professional tattooing isn’t just a job – it’s a vocation”- Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists”, Interim Conference of the ISA Research Committee on Sociology of Professional Groups “Change in Professions and Professionalism – Signs and Directions”, Oslo University, 08.-10.06.2017
  • Irmgard Steckdaub-Muller: “It’s so cool: what you ink them, they’ll take to their grave”. Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists“, International Conference “Talking Bodies”, University of Chester, GB, 19.-22.04.2017
  • Publikationen:
  • Irmgard Steckdaub-Muller: “Individual Professionalzation” as a Process and Ideal. The Example of Tattoo Artists”, (eingeladener Beitrag) für Special Issue of Cambio, Rivista Sulle Trasformazioni Sociali. Special issue on Varieties of Professionalism in a Globalising World: New Theoretical Perspectives and Analytical Approaches. (erscheint Dezember 2018)
  • Renate Liebold/Silke Röbenack/Irmgard Steckdaub-Muller/Anne Böhrer: Arbeit am Körper anderer: Darstellung und Inszenierung von Expertenschaft, Tagungsband zum DGD-Kongress in Dortmund (Erscheiungsdatum noch nicht bekannt).
  • Materialien:
  • Workshop „Systematische Metaphernanalyse“ am 07./08. Dezember 2017. Download Programm
  • Broschüre zum Projekt. „Andere schön machen“. Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. Download