Navigation

Häufige Fragen zum Studium

Ein erster Überblick

Auf dieser Seite beantworten wir Ihnen die drängendsten und meist gestellten Fragen rund um das Studium am Institut für Soziologie. Sollte Ihr Anliegen nicht dabei sein, wenden Sie sich an die Studienfachberatung oder die Fachschaftsinitiative der Soziologie.

Wir verstehen Soziologie als eine Wissenschaft, die gesellschaftliche Phänomene in ihrer Geschichtlichkeit sowie in dem komplexen Wechselspiel von sozialem Handeln (Mikroebene), institutioneller Einbettung dieses Handelns (Mesoebene) und makrosoziologischen Kontextbedingungen rekonstruiert und analysiert.

Das Bachelorstudium am Institut für Soziologie in Erlangen umfasst neben den Einführungsveranstaltungen die soziologische Theorie, Methoden der empirischen Sozialforschung, Statistik und Lehrveranstaltungen in den vier gegenstandsbezogenen Feldern Vergleichende Gesellschaftsanalyse, Bildung und Lebenslauf, Kultur und Kommunikation sowie Arbeit und Organisation.

Das Bachelorstudium der Soziologie vermittelt Ihnen einen breiten Grundstock an soziologischem Fachwissen theoretischer, methodischer und gegenstandsbezogener Art. Darüber hinaus können Sie eine Reihe von Kenntnissen und Fertigkeiten erwerben, die für viele verschiedene Berufsfelder der Wissensgesellschaft von zentraler Bedeutung sind:

  • Lesen und Verstehen hochkomplexer Texte und der in ihnen dargestellten Zusammenhänge (vom Beginn des Studiums an auch in englischer Sprache)
  • Analysieren von komplexen Zusammenhängen (auch softwaregestützt etwa mit Statistik- oder Inhaltsanalyseprogrammen)
  • Interpretieren von Texten und empirischen Ergebnissen
  • Präsentieren von Ergebnissen
  • wissenschaftliches Schreiben

VL Vorlesungen (5ECTS) (z.T. mit Übungen und Tutorien): Diese Form der Lehre eignet sich für die Vermittlung von grundlegendem Wissen an eine große Gruppe von Studierenden. Die Prüfungsform ist meist eine Klausur.

Übungen und Tutorien: Zu den Vorlesungen werden begleitend Übungen und/oder Tutorien angeboten, welche Sie bei der Vor- und Nachbereitung der Vorlesung sowie bei der Klausurvorbereitung unterstützen.

PS Proseminare (5ECTS): Im Laufe Ihres Studiums werden Sie verschiedene Proseminare besuchen. Dabei werden thematisch fokussiert wichtige Grundlagen(-texte) und neuere Forschungsergebnisse gemeinsam erarbeitet und diskutiert. Als Prüfungsformen sind Essais, Referate und/oder Hausarbeiten möglich. Eine besondere Form der Proseminare sind die Basisseminare, die einen standardisierten einführenden Überblick der (Qualifikations-)Felder Vergleichende Gesellschaftsanalyse, Bildung und Lebenslauf, Kultur und Kommunikation und Arbeit und Organisation anbieten. Wir empfehlen sie deshalb besonders für Studienanfänger*innen, aber auch zum Einstieg in ein Qualifikationsfeld.

HS Hauptseminare (7,5 ECTS): Hauptseminare setzen bereits gute Kenntnisse im bearbeiteten thematischen Feld voraus. Sie sollten deshalb erst in den letzten Semestern des Studiums besucht werden. Gemeinsam werden komplexe und aktuelle Forschungen diskutiert. Als Prüfungsformen sind Essais, Referate und/oder Hausarbeiten möglich.

Schlüsselqualifikationen (Im Umfang von 20 ECTS im Erstfach bzw. 10 ECTS im Zweitfach): Im Bereich der Schlüsselqualifikationen haben Sie selbst die Möglichkeit, sich Inhalte von Nachbardisziplinen, technische oder sprachliche Fertigkeiten und Kenntnisse anzueignen. Eine benotete Leistung ist dabei nicht vonnöten.

OS Oberseminare (freiwillig): Oberseminare dienen der Diskussion und Vorstellung von aktuellen (Abschluss-)Arbeiten und Forschungen, der Diskussion von aktueller Literatur und auch als Rahmen für externe Vortragende. Am Institut finden vier verschiedene Oberseminare statt: Neuere Forschungen aus der Sozial- und Kulturtheorie, Neuere Forschungen aus der Methodologie der Sozialwissenschaften, Neuere Forschungen aus der Arbeits- und Organisationssoziologie und das Forschungskolloquium.

Das Lehrveranstaltungsangebot wird jeweils gegen Ende der Vorlesungszeit auf unserer Homepage und im Univis für das nächste Semester bekannt gegeben. Dort finden sie die notwendigen Informationen wie den Titel, die dozierende Person, die Anzahl der ECTS Punkte, den Ort, die Zeit sowie ggfls. nähere Beschreibungen und Prüfungsmodalitäten.

Die aktuellen Termine zu den Einführungsveranstaltungen der Fakultäten und Institute samt Orts-und Zeitangaben finden Sie hier.

Während in der Schule ein fester Stundenplan vorgegeben wird, dürfen sich Studierende in der Soziologie ihre individuellen Semesterpläne selbst zusammenstellen. Das erscheint im ersten Moment eine komplizierte Angelegenheit zu sein, wird Ihnen aber bereits nach kurzer Zeit kein Kopfzerbrechen mehr bereiten. Die Allgemeine Studienberatung (IBZ) empfiehlt Ihnen folgendes Vorgehen:

  1. Entnehmen Sie im Internet der jeweiligen Studien-/Fachprüfungsordnung oder dem Modulhandbuch Ihres Studienganges die geforderten Seminare, Kurse oder Vorlesungen.
  2. Suchen Sie aus dem Vorlesungsverzeichnis UnivIS die erforderlichen Veranstaltungen heraus.
  3. Markieren Sie die gewählten Veranstaltungen in Ihrem vorläufigen Stundenplan („Sammlung/Stundenplan“). Hier sehen Sie, wenn es zu Überschneidungen der verschiedenen Veranstaltungen kommt.
  4. Nehmen Sie Ihren Stundenplan mit zu den Einführungsveranstaltungen Ihrer Studiengänge.

Die Anmeldung für die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung erfolgt über meincampus meist in den ersten beiden Wochen des Semesters. Die Anmeldung verläuft nach dem sogenannten »Windhundprinzip«, d.h. je früher die Anmeldung erfolgt, desto höher sind die Chancen auf Teilnahme. Aus Arbeits- und Raumgründen haben ist die Teilnahmezahlen für Proseminare auf maximal 35 Studierende und für Hauptseminare auf 25 festgelegt. Deswegen sollten Sie sich, falls Sie erfolgreich angemeldet sind, aber nicht (mehr) an der Lehrveranstaltung teilnehmen wollen, auch wieder abmelden, damit Ihre Kommiliton*innen von der Warteliste aufrücken können.

Bitte beachten Sie: Diese Anmeldung ist nicht identisch mit der Anmeldung zur Prüfung in dieser Veranstaltung!

Generell ist aus Raum- und Arbeitsgründen die Teilnahme an Proseminaren auf 35 Studierenden und an Hauptseminaren auf 25 festgelegt. Eine Teilnahme ist also nur möglich, wenn erfolgreich angemeldete Studierende ihre Teilnahme zurückziehen oder wenn die dozierende Person ausnahmsweise eine Beteiligung ermöglicht. Stehen Sie auf einem niedrigen Wartelistenplatz empfehlen wir demnach, die erste Seminarsitzung zu besuchen um gegebenenfalls einen freigewordenen Platz einnehmen zu können. Ansonsten sollte Ihnen das breite Angebot an Seminaren genügend Ausweichmöglichkeiten bieten.

Wir empfehlen Ihnen, sich an den Musterstudienplan (siehe Prüfungsordnung) zu orientieren. Im ersten Semester sind dabei vor allem die beiden Vorlesungen »Einführung in die Soziologie« und »Einführung in die Sozialstrukturanalyse« zu belegen. Außerdem sollten Sie ein Proseminar aus einem der vier Qualifikationsfelder Vergleichende Gesellschaftsanalyse, Bildung und Lebenslauf, Kultur und Kommunikation oder Arbeit und Organisation besuchen. Hier empfehlen wir Ihnen wiederum den Besuch eines Basisseminars, damit Sie einen ersten Überblick über das jeweilige Feld erhalten.

Studienordnung Soziologie 2-Fach 2015

Studienordnung Soziologie 1-Fach 2014

Zwei Vorlesungen und ein Proseminar mögen Ihnen recht wenig vorkommen (insbesondere im Vergleich mit den Stundenplänen in der Schule). Bedenken Sie jedoch, dass alle drei Veranstaltungen eine intensive Mitarbeit erfordern, sowohl in Hinsicht auf die Vorbereitung (Texte lesen), die Nachbereitung (Tutorien, Materialien repetieren), als auch hinsichtlich der Erstellung von Studien- oder Prüfungsleistungen (Essais, Referate, Klausuren).

Für jede Veranstaltung sind 5 ECTS zu erwerben. 1 ECTS-Punkt soll einer Arbeitslast von ca. 30 Stunden entsprechen. Sie haben also im gesamten Semester ca. 450 Arbeitsstunden für Soziologie aufzuwenden. Das macht pro Semesterwoche ca. 20 Stunden Aufwand für die Soziologie (im 2-Fach BA), davon allerdings nur 6 Stunden Präsenzzeit in den Veranstaltungen. Dazu kommt ein ähnlicher oder höherer Aufwand im zweiten Fach. Im 1-Fach BA haben Sie laut Musterstudienplan die zusätzlichen Vorlesungen in Statistik und Wissenschaftstheorie und das Proseminar Soziologischer Blick. Das macht 12 h Präsenzzeit, eine 40h-Woche und ca. 900 Arbeitsstunden im Semester.

Schließlich ist auch die ungewohnte Situation des neuen Lebensabschnittes des Studiums zu beachten, der Eingewöhnung an einer bis dato unbekannten Institution, gegebenenfalls einer neuen Stadt und der Aufbau neuer sozialer Netzwerke.

Wenn Sie trotz alldem noch Zeit haben, sich nicht ausgelastet fühlen und/oder die Neugier auf das Fach einfach zu groß ist, können Sie gerne, falls noch freie Plätze zur Verfügung stehen, ein zusätzliches Proseminar belegen.

1. Qualifikationsmodul SozQI: Das Soziologisches Qualifikationsprofil I (1.-2. Semester) besteht aus zwei Proseminaren aus einem der vier Qualifikationsfelder Vergleichende Gesellschaftsanalyse, Bildung und Lebenslauf, Kultur und Kommunikation und Arbeit und Organisation. Wichtig: Beide Proseminare müssen aus demselben Qualifikationsfeld sein! Dieses Modul ist ein Teil der GOP und muss deswegen bis spätestens zum 3. Semester abgelegt werden.

Modul Soziologische Theorie 1 SozTI (2.-3. Semester): Das Modul besteht aus der Vorlesung »Einführung in die soziologische Theorie« samt Tutorien und einem Proseminar aus dem Bereich Theorie.

Modul Soziologische Methoden Soz MI (2. Semester): Das Modul besteht aus der Vorlesung »Einführung in die Methoden der empirischen Sozialforschung« im 2. Semester.

Modul Statistische Analyseverfahren (SozS) (3.-4. Semester): Das Modul besteht aus den aufeinander aufbauenden Vorlesungen Statistik I und Statistik II, ergänzt um begleitende Übungen und Tutorien.

2. Qualifikationsmodul SozQII (3.-4-Semester, nur für 1-Fach BA und Soziologie im Erstfach): Das Soziologisches Qualifikationsprofil II es besteht wiederum aus zwei Proseminaren aus einem der vier Qualifikationsfelder Vergleichende Gesellschaftsanalyse, Bildung und Lebenslauf, Kultur und Kommunikation und Arbeit und Organisation. Wichtig: Beide Proseminare müssen aus demselben Qualifikationsfeld sein!

Vertiefungsbereich: Im 2-Fach Bachelor haben Sie hier die Wahl zwischen den drei Modulen Soziologische Theorie II (SozT-II), Soziologische Methodenlehre II (SozM-II) und Vertiefungsprofil I (SozV-I), in denen jeweils zwei Hauptseminare aus dem Bereich Soziologische Theorie, Methoden oder einem der Qualifikationsfelder zu belegen sind. Im 1-Fach Bachelor sind sowohl das Theorievertiefungs- als auch das Methodenvertiefungsmodul sowie zwei Vertiefungsprofile der Gegenstandsbereiche zu besuchen.

Nur 1-Fach Bachelor: Grundlagen der Soziologischen Analyse (SozG) (1. Semester): Das Modul umfasst die Proseminare Wissenschaftstheorie und der Soziologische Blick.

Nur 1-Fach Bachelor: Vertiefung Soziologische Methodenlehre (SozM-V) (3. Semester): Das Modul beinhaltet das Proseminar Einführung Qualitative Methoden.

Die GOP ist die Abkürzung für die Grundlagen und Orientierungsprüfung. Sie erfolgt im Laufe der ersten beiden Fachsemester und beinhaltet Veranstaltungen, die bis zum Ende des 3. Semesters erfolgreich bestanden werden müssen. Dabei können die jeweiligen Prüfungen nur einmal anstatt wie sonst im Studium zweimal wiederholt werden.

»Nicht gewußt« oder »übersehen« sind KEINE Anspruchsgrundlagen für Verlängerungsanträge der Frist bis zur Ablegung der Grundlagen- und Orientierungsprüfung.

Nach der geltenden Studienordnung (ab 2014) müssen für die GOP 20 ECTS (im 2-Fach-Bachelor) bzw. 40 ECTS (im 1-Fach-Bachelor) aus einschlägigen Lehrveranstaltungen der ersten Semester erbracht und bestanden werden. Sobald die entsprechenden ECTS-Punkte im Studiengang in meincampus erfasst sind, gilt die GOP als bestanden.

Die Wiederholung einer Prüfungsleistung innerhalt der GOP ist möglich, allerdings ist nur ein weiterer Versuch erlaubt.

Nein, die Anmeldung für die Teilnahme an einer Lehrveranstaltung ersetzt nicht die Anmeldung für die Prüfung in dieser Lehrveranstaltung. Die Anmeldung für die Teilnahme erfolgt üblicherweise ab dem 1. Oktober (Wintersemester) bzw. 1. April (Sommersemester) und ist bis ca. eine Woche nach Beginn der Vorlesungszeit offen (für genaue Daten vgl. Univis). Erst ca. vier bis sechs Wochen nach dem Beginn der Vorlesungszeit erfolgt die Anmeldung für die Prüfung in den jeweiligen Lehrveranstaltungen auf meincampus. Sie dauert normalerweise drei Wochen. Dadurch haben Sie als Student*in mehr Zeit für die Entscheidung über die Ablegung der Prüfungen.

Für jede Prüfungsleistung im Aufbau des Studiums wird eine sogenannte Prüfungsnummer vergeben. Die Prüfungsnummer gibt Auskunft darüber, an welcher Stelle die erbrachte Leistung im Studiengang angerechnet wird.

Die verschiedenen Wahlmöglichkeiten im Studiengang Soziologie führen dazu, dass einzelne Prüfungsleistungen an verschiedenen Stellen des Studienganges angerechnet werden können – zum Beispiel in einem der  Qualifikationsprofile oder in einem der Vertiefungsmodule. Dies hat zur Folge, dass ein und derselben Lehrveranstaltung unterschiedliche Prüfungsnummern zugewiesen werden müssen. Sie sollten deswegen bereits vor der Prüfungsanmeldung wissen, in welchen Modulen Sie die Seminarprüfung ablegen wollen.

Bei der Entscheidung für die richtige Anmeldung helfen Ihnen die Antworten auf die folgenden Fragen (die mit dem Musterstudienplan in der Hand bzw. auf dem Bildschirm beantwortet werden sollten):

  • Aus welchem Qualifikationsfeld stammt die Leistung?
  • Für welches Modul soll die Leistung gebucht werden?
  • An welcher Stelle innerhalb eines Moduls soll die Leistung gebucht werden?

Für Studienanfänger ab dem WS 2014/15 gilt, dass in allen Modulen, die aus zwei Seminaren bestehen, nur eine Prüfungsleistung abgelegt werden muss. Hier ist demnach auch nur eine Prüfungsanmeldung erforderlich. In dem zweiten Seminar aus dem gleichen Gegenstandsfeld müssen seminarspezifische Leistungen nach Maßgabe des*r Dozierenden erbracht werden, beispielsweise Essais oder Referate, um die Voraussetzungen zum Erlangen eines Sitzscheines zu erfüllen. Die Leistungen in beiden Seminaren werden auf dem sogenannten Modulschein (im Anhang) dokumentiert. Erst wenn beide Seminare erfolgreich absolviert wurden, wird die Note des Moduls auf meincampus eingetragen.

Studierende, die ihr Soziologie Studium vor dem WS 2014/15 begonnen haben, müssen in jedem Seminar eine Prüfungsleistung ablegen, da sie einer früheren Prüfungsordnung unterliegen. Das gilt auch für Module, die für Soziologie als Nebenfach geboten werden.

Wir empfehlen Ihnen, die Modulscheine sorgfältig aufzubewahren, da im „Transcript of Records“, den Sie am Ende Ihres Studiums erhalten, nur die Module aber nicht die Seminartitel und Inhalte dokumentiert werden. Ihre inhaltliche Leistung können Sie demnach nur über den Modulschein nachweisen.

Für Studierende, die ihr Studium ab dem WS 2014/15 begonnen haben, gelten die neuen Prüfungsordnungen (sowohl 1-Fach- als auch 2-Fach-Bachelor). In Modulen mit zwei Seminaren findet die benotete Prüfung nur noch ein einer Veranstaltung statt. In der zweiten Veranstaltung müssen zwar auch Leistungen nach Maßgabe des*r Dozierenden erbracht werden, aber es gibt keine Noten. Um diese Leistungen zu dokumentieren, wurde der Modulschein entworfen, der einerseits sicherstellt, dass die Note erst eingetragen wird, wenn beide Seminare absolviert und dokumentiert sind und andererseits den Studierenden die Dokumentation der belegten Veranstaltungen ermöglicht. Denn im transcript of records, dem Abschlusszeugnis, tauchen nur noch die Bezeichnungen der belegten Module, aber nicht mehr die Titel der einzelnen Veranstaltungen auf. Deswegen sollten Sie die Modulscheine gut aufheben, um etwa für Bewerbungen zu dokumentieren, welche Veranstaltungen Sie im Einzelnen während Ihres Studiums belegt haben.

Modulschein

Die Auswahl einer Praktikumsstelle erfolgt selbständig nach den eigenen Interessengebieten. Beachten Sie aber Aushänge am Institut sowie die „virtuellen“ Aushänge auf der Seite des Studien-Service-Center der Fakultät und die Jobboerse des Career Service.

Das Pflichtpraktikum umfasst insgesamt 320 Stunden Arbeit, das entspricht zwei Monaten bei einer 40-Stunden-Arbeitswoche. Praktika in größerem Umfang können natürlich ebenso angerechnet werden, aber nur bis zur Höchstzahl von zehn ETCS-Punkten.

Im Praktikum sollten qualifizierte Tätigkeiten mit sozialwissenschaftlichem Bezug ausgeübt werden. Das spätere berufliche Einsatzgebiet von Soziolog+innen ist relativ weit gefächert, weswegen auch das Spektrum an möglichen Praktikumsstellen breit aufgestellt ist. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen, sich vor Beginn des Praktikums mit der Studienfachberatung absprechen.

Im Ausnahmefall kann das Praktikum gesplittet werden. Wir bitten Sie, sich in solchen Fällen an die Studienfachberatung zu wenden.

Zwei Dokumente sind nötig, damit das Praktikum angerechnet werden kann. Einerseits muss eine Bestätigung der Praktikumsstelle vorliegen, die nachweist, dass 320 Arbeitsstunden geleistet wurden. Dies kann sowohl in Form eines Schreibens, als auch – wenn daraus ersichtlich – über ein Praktikumszeugnis erbracht werden. Zweitens muss ein Praktikumsbericht von 2-3 Seiten abgegeben werden.

Neben der Praktikumsbestätigung bzw. dem Praktikumszeugnis samt Informationen zu Dauer und Arbeitsstunden Ihres Praktikums ist auch ein von Ihnen angefertigter Praktikumsbericht abzugeben. Darin soll einerseits die Entwicklung Ihres Tätigkeitsbereichs und dessen Einordnung in das Aufgabenspektrum Ihres Arbeitgebers resümiert und andererseits Ihre Praktikumserfahrungen mit Blick auf Inhalte Ihres Soziologie-Studiums reflektiert werden. Der Bericht soll ca. 2-3 Seiten umfassen. In der angefügten Datei finden Sie Leitfragen und Anregungen, die Ihnen beim Erstellen des Berichts eine Hilfestellung bieten.

 Leitfragen_Praktikumsbericht

Das Institut für Soziologie unterhält Erasmus-Austauschprogramme mit der Jagiellonian-University in Krakau und der Universität Helsinki. Sie können sich für einen Erasmus-Aufenthalt an diesen Universitäten bei der Studienfachberatung des Instituts bewerben. Daneben finden Sie Informationsveranstaltungen, allgemeine Informationen und  individuelle Beratung zu Studium und Praktikum im Ausland beim Internationalen Büro der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie.

Eine Anrechnung von den Leistungen aus dem Auslandssemester ist prinzipiell möglich, wenn die Inhalte der belegten Kurse zu Ihrem Studieninhalt passen. Dies wird im Einzelfall von der Studienfachberatung geprüft. Halten Sie gegebenenfalls Unterlagen zu den Kursinhalten wie zum Beispiel Modul- und Veranstaltungsbeschreibungen bereit.

Im 2-Fach-Bachelor wird die Bachelorarbeit im jeweiligen Erstfach geschrieben.

Die Bachelorarbeit ist die Abschlussarbeit Ihres Bachelorstudiums und entspricht 10 ECTS-Punkten. Sie sollte in einem Umfang von ca. 40 Seiten abgegeben werden. Die Vergabe des Themas kann erfolgen, sobald eines der Module SozT II, SozM II oder SozV I abgeschlossen wurde, also normalerweise frühestens nach dem 5. Semester. Vom Tag der Vergabe des Themas gilt eine Bearbeitungszeit von 3 Monaten.

Das wichtigste Kriterium für die Themenwahl sollten Ihre eigenen Neigungen und Interessensgebiete sein – schließlich müssen Sie eine nicht unerhebliche Zeit für die Verfassung der Bachelorarbeit aufwenden. Es bietet sich an, eine Hausarbeit als Ausgangspunkt für die Bachelorarbeit zu nehmen. Alles weitere sollten Sie mit Ihrer/m Betreuer*in besprechen.

Normalerweise können alle Lehrenden mit Prüfungsberechtigung am Institut eine Bachelorarbeit betreuen. Zusätzlich können Sie auch andere Lehrende fragen, ob Sie bereit wären, Ihre Arbeit zu begleiten.

Die Arbeit muss in zweifacher, gedruckter Ausführung und als elektronische Version im Prüfungsamt abgegeben werden. Wichtig ist, dass die unterschriebene Erklärung zur ordnungsgemäßen Abfassung der Arbeit Teil des Dokuments ist. Spätestens mit der Abgabe der Arbeit muss zudem ein Formular eingereicht werden, die sogenannte Notenmitteilung BA-Arbeit. Dieses wird von Ihrer/m Betreuer*in ausgefüllt und nach der Korrektur der Bachelorarbeit an das Prüfungsamt  gesandt. Die Korrekturzeit soll etwa sechs Wochen betragen, kann aber je nach aktueller Arbeitsbelastung der betreuenden Person auch etwas länger dauern. Falls Sie die Note dringend brauchen (etwa wegen eines Masterstudiengangs) empfehlen wir Ihnen, die Bachelorarbeit nicht »auf den letzten Drücker« anzugehen, sondern sie rechtzeitig unter Berücksichtigung der Korrekturzeiten im Studienverlauf einzuplanen, beispielsweise bereits im fünften Semester. Besprechen Sie mögliche Terminprobleme auf jeden Fall frühzeitig mit Ihrer/m Betreuer*in!

Wenn Sie sich für den Master-Studiengang Soziologie bewerben möchten, sollten Sie einen B.A. in Soziologie (Note mindestens 2,5) haben. Für Bewerber*innen mit einer Gesamtnote des Abschlusses bzw. im Falle des § 34 Abs. 4 ABMStPO/Phil einem Durchschnitt der bisherigen Leistungen von 2,51 bis 3,00 findet ein Auswahlgespräch statt; die übrigen Bewerber*innen werden nicht zur zweiten Stufe des Qualifikationsfeststellungsverfahrens zugelassen und erhalten einen mit entsprechender Begründung versehenen Ablehnungsbescheid.

Fachfremde bzw. fachverwandte Bewerber*innen müssen, um zugelassen werden zu können, soziologische Kenntnisse im Umfang von mindestens 50 ECTS nachweisen und können die Auflage erhalten, innerhalb eines Jahres zusätzliche Leistungen in Soziologie zu erwerben.

Das Masterstudium Soziologie wird mit fachwissenschaftlichen Modulen aus anderen Fächern der Philosophischen Fakultät ergänzt. Dafür sind fachwissenschaftliche Inhalte vorgesehen, nicht sogenannte „Schlüsselqualifikationen“. In den beiden Modulen „Freie Ergänzungsstudien I und II“ sind zwei wählbare Module aus dem Studienangebot der Philosophischen Fakultät zu belegen.

Ob Sie eine Lehrveranstaltung im Rahmen der freien Ergänzungsstudien anrechnen lassen können, sollten Sie, wenn Sie unsicher sind, in der Studienfachberatung abklären. Über die Teilnahme und die Prüfungsanforderungen entscheiden die Dozierenden der jeweiligen Veranstaltung. Sie sollten also rechtzeitig Kontakt aufnehmen.

Die Leistungen in den freien Ergänzungsstudien sind nicht benotet, müssen aber im Falle der Prüfungsanmeldung bestanden werden.

Damit die Anrechnung nicht per Hand im Prüfungsamt erfolgen muss, sollten Sie rechtzeitig vor Beginn der Prüfungsanmeldungen von den Dozierenden der Lehrveranstaltung die Prüfungsnummer der Lehrveranstaltung erfragen und zusammen mit Dozent*in und Titel der Lehrveranstaltung an die Studienfachberatung für den Master Soziologie melden. Dann wird der Kurs dem Masterstudiengang hinzugefügt und taucht, wenn Sie bestanden haben, in Ihrem transcript of records auf.

Das Masterstudium Soziologie ist explizit forschungsorientiert angelegt. Deswegen können keine berufsqualifizierenden Kurse oder Praktika angerechnet werden. Selbstverständlich können Sie deswegen trotzdem solche Kurse belegen oder ein Praktikum absolvieren. Aber das erfolgt dann neben dem Studium.

Ein Studium im Ausland ist auch im Rahmen des Masterstudiums Soziologie möglich, sollte allerdings wegen der kurzen Studiendauer gut geplant werden. Deswegen empfehlen wir auf jeden Fall Rücksprache mit der Studienfachberatung. Dort erfolgt auch die Anrechnung der im Rahmen des Auslandsaufenthaltes erbrachten Leistungen.