Arbeit und Organisation

„Arbeit“ befindet sich seit einiger Zeit im Wandel: im Zuge fortschreitender Globalisierung verändern sich nicht nur die nationalen Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit, sondern auch die Arbeitsorganisation in Unternehmen (Stichworte: Flexibilisierung, Dezentralisierung) und die Herausforderungen, die sich damit für Beschäftigte ergeben (bezüglich Tätigkeiten, Identität, Lebensführung). Zudem lässt sich in westlichen Gesellschaften eine Zunahme wissensintensiver Dienstleistungstätigkeiten (und Abnahme von Industriearbeit) erkennen.

Verbindung mit anderen Soziologischen Disziplinen

  • Soziologische Theorie- Varieties of Capitalism- Soziale Ungleichheit- Geschlechterforschung

  • Sozialstrukturanalyse- Arbeitsmarkt – Beschäftigung

  • Bildungssoziologie- Ausbildung- Weiterbildung

Neben regulierter „Normalarbeit“ werden auch andere Formen von Arbeit (z.B. informelle Arbeit, prekäre Arbeit, Haushaltsarbeit) berücksichtigt, darüber hinaus das Verhältnis von „Arbeit“ und „Leben“. Ein Kernbereich am Lehrstuhl ist die Soziologie industrieller Beziehungen. Untersucht werden Veränderungen im Bereich der Arbeitsbeziehungen und der Regulierung von Erwerbsarbeit, in der Sozialverfassung der Betriebe sowie generell im Verhältnis zwischen Beschäftigten und Management.

Der Gegenstandsbereich umfasst Fragestellungen der Arbeits-, Industrie-, Organisations- und Wirtschaftssoziologie. Neben dem semesterweise angebotenen Basisseminar „Arbeit und Organisation“, finden  regelmäßig Proseminare zu folgenden Themen statt: Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Industrielle Beziehungen, Organisationssoziologie, Managementsoziologie und Wirtschaftssoziologie. Das Angebot wird ergänzt durch wechselnde Pro- und Hauptseminare zu spezifischen Teilaspekten moderner Arbeit und Organisation.

Leitend in Lehre und Forschung ist für uns eine international vergleichende, insbesondere europäische, Perspektive. Wir betreiben (theoriegeleitete) empirisch orientierte Grundlagenforschung, die methodologisch reflektiert ist.