Dr. Irmgard Steckdaub-Muller

Forschungsschwerpunkte

  • Qualitative Sozialforschungsmethoden
  • Biografieforschung
  • Arbeits- und Berufssoziologie
  • Bildungssoziologie
  • Soziologie der Lebensphasen
IS

Irmgard Steckdaub-Muller

Wissenschaftliche Mitarbeitende

 

Aktuelle Buchpublikation

transcript Verlag 2024

ISBN: 9783839475638

https://www.degruyter.com/document/isbn/9783839475638/html?lang=de

SOMMERSEMESTER 2026

Seminar: Bildung und Lebenslauf

Beginn: 16.04.2026

Donnerstag 08:15 – 09:45 – Raum: 5.013

Das Basisseminar ‚Bildung und Lebenslauf‘ richtet sich vor allem an Studienanfänger*innen und führt in Grundbegriffe und theoretische Konzepte des Moduls „Bildung und Lebenslauf“ ein. Die Seminardiskussionen beziehen sich auf die Textlektüre zu den Themenbereichen Sozialanthropologie, Sozialisationstheorien, Soziologie der privaten Lebensformen, Geschlechterforschung sowie zum Forschungsfeld Bildung und soziale Ungleichheit.

Zusätzliche Informationen Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.   

Seminar: Einführung in die qualitative Generationenforschung

Beginn: 16.04.2025

Donnerstag 10:15 – 11:45 – Raum: 5.052

Dem Begriff der „Generation“ begegnet man aktuell in vielfältigen Kontexten. So taucht er häufig in Debatten rund um die Verteilung der gesellschaftlichen (Versorgungs-)Lasten, den Kampf um eine nachhaltige Zukunft sowie die Bewältigung von globalen Krisen auf. Gleichzeitig sind Bezeichnungen wie „Gen Z“, „Boomer“ oder „Generation Corona“ populäre Selbst- und Fremdthematisierungen, die mit gesellschaftlichen Deutungsmustern und Zuschreibungen verbunden sind.

Vor diesem Hintergrund beschäftigen wir uns im Seminar zunächst mit „Generation“ als einem soziologischen Konzept anhand von ausgewählten theoretischen Ansätzen (u.a. Karl Mannheim, Shmuel Eisenstadt). Empirische Befunde der Generationenforschung führen dann in Themen wie Generationenbeziehungen und -konflikte, Generationengerechtigkeit und generationsspezifische Stereotypisierungen (z.B. Alters- und Jugendbilder) ein. Der zweite Teil des Seminars widmet sich den qualitativen Methoden, die in der Generationenforschung angewandt werden. Im Mittelpunkt steht die Datengenerierung durch Interviews und aus Dokumenten sowie deren Analyse mit der Grounded Theory. Dabei ergänzen praktische Übungen die Lektüre einschlägiger Texte.

Zusätzliche Informationen Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.  

Hauptseminar: Biografieforschung

Beginn: 15.04.2026

Mittwoch 08:15-09:45 – Raum 5.052

Die Biographieforschung ist eine interdisziplinäre Forschungsperspektive, die in der Soziologie und Psychologie, in der Bildungsforschung, sowie der Geschlechter- und Migrationsforschung etabliert ist. Im Mittelpunkt steht die Frage danach, wie Menschen ihre Lebenswelt und soziale Wirklichkeit deuten und in ihrer Biografie zu einem sinnhaften Zusammenhang integrieren. Ausgerichtet ist die Biografieforschung deshalb auf die Rekonstruktion von Handlungsorientierungen, Deutungsmustern, Interaktionskontexten und deren innere Logik.

Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit dem Konzept „Biografie“ als einer in der Alltagssprache geläufigen Kategorie und als einem Forschungsgegenstand in der Soziologie. Ein weiterer Themen-Schwerpunkt sind die Erarbeitung von methodologischen Grundlagen der Biografieforschung, übliche Datenerhebungs- und geeignete Auswertungsmethoden. Mit Blick auf die Datengenerierung lernen Sie verschiedene Interviewformen und die Dokumentenanalyse (z.B. Autobiographien) kennen. Als Methode für die Auswertung von verbalen Daten wird die dokumentarische Methode eingeführt. Dabei regt die Rezeption von empirischen Studien die Entwicklung eigener Fragestellungen und praktische Übungen an.

Einführende Literatur

Fuchs-Heinritz, Werner (2009): Biographische Forschung. Eine Einführung in Praxis und Methoden. 4. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

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Hauptseminar: Körpersoziologie – Forschungsthemen und -perspektiven

Beginn: 15.04.2026

Mittwoch 10:15-11:45 – Raum 5.052

Das Seminar bietet eine Einführung in zentrale Fragestellungen, Theorien und empirische Zugänge der Körpersoziologie. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Körper nicht nur biologische Gegebenheiten sind, sondern gesellschaftlich geformt, reguliert und gedeutet werden. Aufbauend auf theoriegeschichtlichen Positionen von Michel Foucault (Macht, Disziplinierung und Gouvernementalität), Pierre Bourdieu (Habitus und inkorporierte soziale Strukturen) sowie Judith Butler (Performativität von Geschlecht) werden klassische und neuere Ansätze der Körpersoziologie erarbeitet. Ein besonderer Fokus liegt auf aktuellen Debatten zu Körpertechniken, Selbstoptimierung und Self-Tracking, zu digitalen und biomedizinischen Eingriffen in Körperlichkeit sowie zu trans- und posthumanistischen Perspektiven auf Körper, Subjektivität und soziale Ordnung. Anhand ausgewählter theoretischer Texte und empirischer Studien analysiert das Seminar, wie Körper in unterschiedlichen sozialen Kontexten hervorgebracht, kontrolliert und verhandelt werden. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis des Körpers als zentrale Dimension sozialen Handelns und sozialer Ordnung zu gewinnen.

Zusätzliche Informationen Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

  • 07/2025: „Commercial Tattooists and their professional Self-Understanding as Artists“, ISA Forum of Sociology, Rabat, Marocco, 06.-11.07.2025.
  • 07/2025: „Age Stereotypes in Appeals for Intergenerational Solidarity: Disentangling the Paradox“, ISA Forum of Sociology, Rabat, Marocco, 06.-11.07.2025.
  • 11/2024: „Krähenfüße, fettiges Haar und trockene Haut – Arbeit am Körper anderer“ – Konferenz „„Drecksarbeit. Materialien, Semantiken und Praktiken von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“, German Labour History Association, Dortmund, 13.-15.11.2024.
  • 10/2023: „Die Kosmetikerin“ Ringvorlesung „Sozialfiguren der Arbeit. Beruf, Diversität, Performanz“ im WS 2023/24 – Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
  • 09/2022: „Altersbilder im Mediendiskurs der Corona Pandemie. Das Paradox intergenerationeller Solidarität“ – DGS-Kongress „Polarisierte Welten“, Universität Bielefeld, 26.-30.09.2022.
  • 05/2021: „Tattooing: Conceptualizing the Skin as a Work Object“ – International Conference ‚Creative Bodies – Creative Minds‘, Karl-Franzen-Universität, Graz (Online), 25.-27.05.2021.
  • 02/2021:Komm’ rein wenn du ein Mann bist“ – Zum Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht im körpernahen Dienstleistungsbereich“ (Präsentation Renate Liebold und Irmgard Steckdaub-Muller) – IZGDD-Interdisziplinärer Workshop ‚Body politics‘. Intersektionale Forschungsperspektiven auf den Körper – FAU Erlangen-Nürnberg (Online) – 17.-19.02.2021.
  • 10/2018: Projektvorstellung „Andere schön machen“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag) – Erlangen: Kreuz & Quer, ‚Club vielseitig interessierter Frauen‘, 25.10.2018.
  • 09/2017: „Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen“ (Vortrag Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – 39.Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen; Universität Göttingen, 24.-28. September 2018
  • 07/2018: “The Discourse of Professionalism and its Function in the Tattooing Scene.” (Vortrag)ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 07/2018: ‹l’m a Professional Beauty Specialist, not just a simple Beautician!› – The Discourse of Professionalism and its Function in Beauty Work.” (Distributed Paper) – ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 05/2018: „Krähenfüße, dünnes Haar und trockene Haut. Körperarbeit als Defizit-Konstruktion.“ (Vortrag Annerose Böhrer und Irmgard Steckdaub-Muller) – Jahrestagung der Sektion „Soziologie des Körpers und des Sports“ der DGS am 17./18. Mai 2018 an der Johann-Gutenberg-Universität Mainz
  • 03/2018: Tattooing as an Act of Incorporation – Professional Identities of Tattoo Artists.” (Vortrag) – International Conference “Creative Bodies, Creative Minds”, Karl-Franzen-Universität Graz, 26.-27.03.2018.
  • 10/2017: „Man arbeitet immerhin am Organ eines lebenden Menschen.“ – Die Arbeit an der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen.“ (Vortrag) – 7. Interdisziplinäre Tagung „Nacktheit“ des Zentralinstituts »Anthropologie der Religion(en), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, 11.-13.10.2017.
  • 10/2017: „Des Ganze muss ‚mer professionell betreiben – net wie so’a Hinterhoftätowierer.“ Der Begriff der Professionalität für das Berufsverständnis von TätowiererInnen.“ (Vortrag) – Jahrestagung der Sektion Professionssoziologie, Uni Frankfurt 05.-07.10.2017.
  • 09/2017: Arbeit am Körper anderer: Regulierungsstrategien von Dienstleistungsarbeit im Spannungsfeld von Nähe und Distanz (Vortrag Renate Liebold, Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – Wissenssoziologie-Kongress, Dortmund, 27.-29.09.2017.
  • 06/2017: „Professional Tattooing isn’t just a job – it’s a vocation.“ The -Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – Interim Conference of the ISA Research Committee on Sociology of Professional Groups. Oslo, 08.-10.06.2017.
  • 04/2017: „It’s so cool: what you ink them, they’ll take to their grave.“ Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 19.-22.04.2017.
  • 04/2015: „Sometimes it gets really very private and intimate.“ Negotiating Space in Body Work“. (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 31.03.-02.04.2015.
  • 10/2014: „Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag von Renate Liebold und Irmgard Steckdaub-Muller) –  Körper und Geschlecht in Zeiten ihrer technologischen (Re)Produzierbarkeit. LMU München, 24.-25.10.2014
  • 09/2012: „Es gibt viel zu verlieren …“ – Das Engagement der Eltern für den Schulerfolg ihrer Kinder. Motivationen und Deutungsmuster einer alltäglichen Handlungspraxis. – Vortrag bei der Tagung „Bildungsentscheidungen im Lebenslauf. (Dis-)Kontinuitäten, Parado-xien und soziale Ungleichheit. DGfE Jahrestagung 2012:  Justus-Liebig-Universität Gießen 27. – 29. September 2012

  • Steckdaub-Muller, Irmgard/
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2024): Tätowieren als Erwerbsarbeit: Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen. transcript Verlag.
  • Ellerich-Groppe, Niklas/Steckdaub-Muller, Irmgard/Pfaller, Larissa/Schweda, Mark (2024): Moral Paradigms of Intergenerational Solidarity in the Coronavirus-Pandemic. In: Analyse & Kritik 46(1): 85-119: https://doi.org/10.1515/auk-2024-2010
  • Liebold, Renate / Steckdaub-Muller, Irmgard (2023): „Komm wenn du ein Mann bist“. Zum Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht im körpernahen Dienstleistungsbereich“ In: Gutsche, V./Keilhauer, A./Liebold, R. (Hrsg.): Body Politics. Intersektionale und interdisziplinäre Perspektiven auf den Körper. Erlangen (FAU University Press): 133-156.
  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard (2019): Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen. In: Bird, K. / Hübner, W. (Hrsg.): Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen. Der Verhandlungsband des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 24.-28. September 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2019): »Man arbeitet immerhin am größten Organ eines lebenden Menschen!« Die Bearbeitung der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen. In: Allolio-Näcke, Lars; Van Oorshot, Jürgen; Verstegen, Ute (Hrsg.): Nacktheit – Transdisziplinäre Athropologische Perspektiven. Berlin (Lit Verlag): 241-256.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2018): “You’ve got to do this like a Professional – not like one of these Scratchers! – Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists. Eingeladener Beitrag für Special Issue of Cambio, Rivista Sulle Trasformazioni Sociali. Special issue on Varieties of Professionalism in a Globalising World: New Theoretical Perspectives and Analytical Approaches. DOI: http://dx.doi.org/10.13128/cambio-23483
  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard / Böhrer, Annerose (2018): Arbeit am Körper anderer: Darstellung und Inszenierung von Expertenschaft. In: Poferl, A. / Pfadenhauer, M. (Hrsg.): Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie. Weinheim, Basel (Beltz/Juventa): 363-373.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2015): Generation Y: Auf dem Weg zu einem neuen Arzt- und Patientenverständnis. In: Public Health Forum 23 (4): 205–206, ISSN (Online) 1876-4851, ISSN (Print) 0944-5587, DOI: https://doi.org/10.1515/pubhef-2015-0073.

Akademischer Werdegang

02/2024    Promotion  zur Dr. phil. an der Philosophischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg (Dissertation: „Tätowieren als Erwerbsarbeit. Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen“)
2020 – 2021Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „The Public (Re-)Negotiation of Intergenerational Solidarity in the  Coronavirus Pandemic“ (PRISMAE) (Leitung Prof. Dr. Mark Schweda, Universität Oldenburg; Prof. Dr. Larissa Pfaller, FAU)
2017 – 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Andere schön machen.“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. (Leitung: Prof.Dr. Renate Liebold, FAU; Prof. Dr. Rainer Trinczek, FAU)
Seit 2011      Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Lehrkraft für besondere Aufgaben)  am Institut für Soziologie, FAU Erlangen Nürnberg.
2004 – 2010Magisterstudium: Anglistik/Amerikanistik und Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
1989 – 1990Referendariat und Zweites Staatsexamen.
1983 – 1989Lehramtstudium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Brsg. Erstes Staatsexamen.