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Irmgard Steckdaub-Muller

Forschungsschwerpunkte

  • Qualitative Sozialforschung
  • Biographieforschung
  • Professionssoziologie
  • Cultural Studies
  • Jugendsoziologie
  • Bildungssoziologie

 

Forschungsprojekte

 

Qualitative Bildungsforschung

Wintersemester 2020/21

Hauptseminar, 2 SWS

Zeit: Mi 8:15 – 9:45; Bemerkung zu Zeit und Ort: Die LV findet als Zoom-Veranstaltung statt.

 

Inhalt

Bildung findet in unterschiedlichen Lebensbereichen statt – in öffentlich-organisierter Form, wie z.B. Schulen und Hochschulen, aber auch in nicht-öffentlichen Kontexten wie der Familie, in der Peer-Group und bei Freizeitaktivitäten. Die Bildungsforschung untersucht diese vielfältigen Bildungsprozesse und ihre jeweiligen Bedingungen, um Informationen über deren Effekte und Bedeutung z.B. für die Biografie von Menschen, deren gesellschaftliche Teilhabe und Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erheben.

Gleichzeitig weisen die Ergebnisse von Bildungsstudien auch auf soziale Problemfelder in einer Gesellschaft und ihrer Bildungssysteme hin. So zeigen beispielswiese zahlreiche, durch die aktuelle Corona-Krise motivierte Bildungsstudien erneut, dass und wie Bildungsprozesse von Schüler*innen und Student*innen mit Dimensionen wie sozialer Ungleichheit, kulturellem Kapital und biografischen Ressourcen verknüpft sind.

In diesem Seminar konzentrieren wir uns auf die qualitative Erforschung von Bildung, indem wir anhand solcher Studien Einblick in Forschungsfragen, Untersuchungsdesigns und -ergebnisse gewinnen. Dabei beschäftigen wir uns zunächst mit den Grundlagen von Bildungstheorie(n) und der Methodologie qualitativer Forschung. Im praktischen Teil des Seminars wird dann das Formulieren von Forschungsfragen und die Anwendung einer der behandelten Datenerhebungsmethoden (z.B. Interviews) geübt.

 

Empfohlene LiteraturTippelt, Rudolf / Schmidt-Hertha, Bernhard (Hrsg.): Handbuch Bildungsforschung. Wiesbaden 2010.

 

Zusätzliche InformationenMaximale Teilnehmerzahl: 20
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Montag, 26.10.2020, 8:00 Uhr bis Freitag, 13.11.2020, 24:00 Uhr über: mein Campus.

 

 

 

Soziologischer Blick

Wintersemester 2020/21

Seminar – 2 SWS –  ECTS-Studium – ECTS-Credits: 5

Zeit: Do 8:30 – 10:00; Bemerkung zu Zeit und Ort: Findet online statt, Gruppenarbeiten z. T. in Präsenz

 

Inhalt

Im Seminar geht es auf Basis der Lektüre von einführenden Texten der Soziologie um die Gewinnung einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Der Blick auf soziale Wirklichkeit und soziale Situationen soll weg vom Alltäglichen und Selbstverständlichen hin zu einer soziologischen Beobachtung verschoben werden. Im und hinter dem allzu vertrauten (Vor)Wissen wird dann das Soziale in seiner Eigenlogik als soziale Tatsache sichtbar. Das im Seminar verfolgte Ziel ist die Einübung von sozialwissenschaftlichen Arbeitstechniken, dem fachspezifischen Blick auf Texte (Lesen) und der fachspezifischen Herstellung von Texten (Schreiben), ebenso wie Einübung eines sozialwissenschaftlichen Blickes auf die alltägliche Wirklichkeit durch praktische Übungen und kleiner ethnographischer Studien. Nach einer Einführung in die entsprechenden Methoden werden wir die unsichtbaren Regeln des Alltags, die Normalitätsvorstellungen oder die Herstellung von sozialen Unterschieden in den soziologischen Blick nehmen und zu beschreiben versuchen.

ECTS-Informationen:

Credits: 5

Zusätzliche Informationen

Maximale Teilnehmerzahl: 30
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von Montag, 26.10.2020, 8 Uhr bis Freitag, 13.11.2020, 24 Uhr über: mein Campus.

 

  • 10/2018: Projektvorstellung „Andere schön machen“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag) – Erlangen: Kreuz & Quer, ‚Club vielseitig interessierter Frauen‘, 25.10.2018.
  • 09/2017: „Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen“ (Vortrag Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – 39.Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen; Universität Göttingen, 24.-28. September 2018
  • 07/2018: “The Discourse of Professionalism and its Function in the Tattooing Scene.” (Vortrag)ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 07/2018: ‹l’m a Professional Beauty Specialist, not just a simple Beautician!› – The Discourse of Professionalism and its Function in Beauty Work.” (Distributed Paper) – ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 05/2018: „Krähenfüße, dünnes Haar und trockene Haut. Körperarbeit als Defizit-Konstruktion.“ (Vortrag Annerose Böhrer und Irmgard Steckdaub-Muller) – Jahrestagung der Sektion „Soziologie des Körpers und des Sports“ der DGS am 17./18. Mai 2018 an der Johann-Gutenberg-Universität Mainz
  • 03/2018: Tattooing as an Act of Incorporation – Professional Identities of Tattoo Artists.” (Vortrag) – International Conference “Creative Bodies, Creative Minds”, Karl-Franzen-Universität Graz, 26.-27.03.2018.
  • 10/2017: „Man arbeitet immerhin am Organ eines lebenden Menschen.“ – Die Arbeit an der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen.“ (Vortrag) – 7. Interdisziplinäre Tagung „Nacktheit“ des Zentralinstituts »Anthropologie der Religion(en), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, 11.-13.10.2017.
  • 10/2017: „Des Ganze muss ‚mer professionell betreiben – net wie so’a Hinterhoftätowierer.“ Der Begriff der Professionalität für das Berufsverständnis von TätowiererInnen.“ (Vortrag) – Jahrestagung der Sektion Professionssoziologie, Uni Frankfurt 05.-07.10.2017.
  • 09/2017: Arbeit am Körper anderer: Regulierungsstrategien von Dienstleistungsarbeit im Spannungsfeld von Nähe und Distanz (Vortrag Renate Liebold, Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – Wissenssoziologie-Kongress, Dortmund, 27.-29.09.2017.
  • 06/2017: „Professional Tattooing isn’t just a job – it’s a vocation.“ The -Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – Interim Conference of the ISA Research Committee on Sociology of Professional Groups. Oslo, 08.-10.06.2017.
  • 04/2017: „It’s so cool: what you ink them, they’ll take to their grave.“ Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 19.-22.04.2017.
  • 04/2015: „Sometimes it gets really very private and intimate.“ Negotiating Space in Body Work“. (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 31.03.-02.04.2015.
  • 10/2014: „Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag von Renate Liebold und Irmgard Steckdaub-Muller) –  Körper und Geschlecht in Zeiten ihrer technologischen (Re)Produzierbarkeit. LMU München, 24.-25.10.2014
  • 09/2012: „Es gibt viel zu verlieren …“ – Das Engagement der Eltern für den Schulerfolg ihrer Kinder. Motivationen und Deutungsmuster einer alltäglichen Handlungspraxis. – Vortrag bei der Tagung „Bildungsentscheidungen im Lebenslauf. (Dis-)Kontinuitäten, Parado-xien und soziale Ungleichheit. DGfE Jahrestagung 2012:  Justus-Liebig-Universität Gießen 27. – 29. September 2012

  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard (2019): Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen. In: Bird, K. / Hübner, W. (Hrsg.): Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen: Der Verhandlungsband des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 24.-28. September 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2018): “You’ve got to do this like a Professional – not like one of these Scratchers! – Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists. Eingeladener Beitrag für Special Issue of Cambio, Rivista Sulle Trasformazioni Sociali. Special issue on Varieties of Professionalism in a Globalising World: New Theoretical Perspectives and Analytical Approaches. DOI: http://dx.doi.org/10.13128/cambio-23483
  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard / Böhrer, Annerose (2018): Arbeit am Körper anderer: Darstellung und Inszenierung von Expertenschaft. In: Poferl, A. / Pfadenhauer, M. (Hrsg.): Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie.
  • Irmgard Steckdaub-Muller (2019): »Man arbeitet immerhin am größten Organ eines lebenden Menschen!« Die Bearbeitung der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen. In: Allolio-Näcke, Lars; Van Oorshot, Jürgen; Verstegen, Ute (Hrsg.): Nacktheit – Transdisziplinäre Athropologische Perspektiven. Berlin (Lit Verlag): 241-256.
  • Irmgard Steckdaub-Muller (2015): Generation Y: Auf dem Weg zu einem neuen Arzt- und Patientenverständnis. In: Public Health Forum, Band 23, Heft 4, Seiten 205–206, ISSN (Online) 1876-4851, ISSN (Print) 0944-5587, DOI: https://doi.org/10.1515/pubhef-2015-0073.

Akademischer Werdegang

2017 – 2019   Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Andere schön machen.“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. (Leitung: Prof.Dr. Renate Liebold, Prof. Dr. Rainer Trinczek)

2016 – 2017    Tutorin im Projekt „Schülerkontaktstudium“ (BMBF gefördert) an der FAU.

Seit 10/2015   Doktorandin im DFG-Forschungsprojekt Andere schön machen – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. Arbeitstitel der Dissertation: Tätowieren als Erwerbsarbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

2011 – 2017   Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Lehrkraft für besondere Aufgaben) am Institut für Soziologie, FAU Erlangen Nürnberg.

2004 – 2010   Magisterstudium: Anglistik/Amerikanistik und Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

1989 – 1990   Referendariat und Zweites Staatsexamen.

1983 – 1989   Lehramtstudium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Brsg. Erstes Staatsexamen.