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Irmgard Steckdaub-Muller

Forschungsschwerpunkte

  • Qualitative Sozialforschung
  • Biographieforschung
  • Professionssoziologie
  • Cultural Studies
  • Jugendsoziologie
  • Bildungssoziologie

 

Forschungsprojekte

 

  • Biografie und Identität

Sommersemester 2020

Proseminar, 2 SWS
Zeit und Ort: Mi 8:15 – 09:45, Kochsstrasse 4, Raum 05.012

Dem Beruf kommt in der Gegenwartsgesellschaft nach wie vor eine maßgebliche Bedeutung für die Integration und soziale Positionierung von Menschen zu, die auch oft stark normativ geprägt ist. Die Verteilung von Berufen stellt eine auf sozialer Ungleichheit basierende Ordnung und Funktionalität in modernen Gesellschaften dar. Gleichzeitig strukturiert der Beruf für die meisten Personen ihren Lebenslauf und spielt eine zentrale Rolle in Bezug auf ihre soziale Identität und das Selbstwertgefühl. Im Alltagsverständnis werden „Beruf und Person tendenziell identifiziert“ (Kurtz 2014: 462).

Im Seminar beschäftigen wir uns mit dem durch diese Wechselwirkungen gekennzeichneten Verhältnis von Beruf und Identität aus theoretischer und empirischer Perspektive. Als Einführung in die soziologische Betrachtung von Beruflichkeit dienen u.a. ausgewählte klassische Studien und Konzepte der Chicago School. Weitere Themen sind ausgewählte Theorien und empirische Befunde zur Berufswahl, der Entwicklung von Berufsidentität, dem Diskurs der Professionalität und der Erforschung von Berufsbiografien.

Die Teilnahme am Seminar setzt die Lektüre und Bearbeitung der auf Studon bereitgestellten Texte und Materialien voraus. Die Prüfungsleistung besteht aus einer kurzen Präsentation in einer Seminarsitzung, sowie der Erstellung von vier Textzusammenfassungen. Einige der Texte werden in ihrer englischen Originalfassung gelesen, können jedoch auf Deutsch präsentiert/zusammengefasst werden.

Literatur:

Kurtz, Thomas (2014): Die Berufsform der Gesellschaft. Weilerswist (Velbrück).

 

Zusätzliche Informationen: Maximale Teilnehmerzahl: 35
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Das Seminar beginnt am Mittwoch, 22.04. um 8:30 als Online-Veranstaltung. Nähere Informationen zur Durchführung werden nach der Anmeldung auf Mein Campus per Email mitgeteilt.

 

  • 10/2018: Projektvorstellung „Andere schön machen“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag) – Erlangen: Kreuz & Quer, ‚Club vielseitig interessierter Frauen‘, 25.10.2018.
  • 09/2017: „Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen“ (Vortrag Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – 39.Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen; Universität Göttingen, 24.-28. September 2018
  • 07/2018: “The Discourse of Professionalism and its Function in the Tattooing Scene.” (Vortrag)ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 07/2018: ‹l’m a Professional Beauty Specialist, not just a simple Beautician!› – The Discourse of Professionalism and its Function in Beauty Work.” (Distributed Paper) – ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 05/2018: „Krähenfüße, dünnes Haar und trockene Haut. Körperarbeit als Defizit-Konstruktion.“ (Vortrag Annerose Böhrer und Irmgard Steckdaub-Muller) – Jahrestagung der Sektion „Soziologie des Körpers und des Sports“ der DGS am 17./18. Mai 2018 an der Johann-Gutenberg-Universität Mainz
  • 03/2018: Tattooing as an Act of Incorporation – Professional Identities of Tattoo Artists.” (Vortrag) – International Conference “Creative Bodies, Creative Minds”, Karl-Franzen-Universität Graz, 26.-27.03.2018.
  • 10/2017: „Man arbeitet immerhin am Organ eines lebenden Menschen.“ – Die Arbeit an der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen.“ (Vortrag) – 7. Interdisziplinäre Tagung „Nacktheit“ des Zentralinstituts »Anthropologie der Religion(en), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, 11.-13.10.2017.
  • 10/2017: „Des Ganze muss ‚mer professionell betreiben – net wie so’a Hinterhoftätowierer.“ Der Begriff der Professionalität für das Berufsverständnis von TätowiererInnen.“ (Vortrag) – Jahrestagung der Sektion Professionssoziologie, Uni Frankfurt 05.-07.10.2017.
  • 09/2017: Arbeit am Körper anderer: Regulierungsstrategien von Dienstleistungsarbeit im Spannungsfeld von Nähe und Distanz (Vortrag Renate Liebold, Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – Wissenssoziologie-Kongress, Dortmund, 27.-29.09.2017.
  • 06/2017: „Professional Tattooing isn’t just a job – it’s a vocation.“ The -Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – Interim Conference of the ISA Research Committee on Sociology of Professional Groups. Oslo, 08.-10.06.2017.
  • 04/2017: „It’s so cool: what you ink them, they’ll take to their grave.“ Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 19.-22.04.2017.
  • 04/2015: „Sometimes it gets really very private and intimate.“ Negotiating Space in Body Work“. (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 31.03.-02.04.2015.
  • 10/2014: „Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag von Renate Liebold und Irmgard Steckdaub-Muller) –  Körper und Geschlecht in Zeiten ihrer technologischen (Re)Produzierbarkeit. LMU München, 24.-25.10.2014
  • 09/2012: „Es gibt viel zu verlieren …“ – Das Engagement der Eltern für den Schulerfolg ihrer Kinder. Motivationen und Deutungsmuster einer alltäglichen Handlungspraxis. – Vortrag bei der Tagung „Bildungsentscheidungen im Lebenslauf. (Dis-)Kontinuitäten, Parado-xien und soziale Ungleichheit. DGfE Jahrestagung 2012:  Justus-Liebig-Universität Gießen 27. – 29. September 2012

  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard (2019): Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen. In: Bird, K. / Hübner, W. (Hrsg.): Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen: Der Verhandlungsband des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 24.-28. September 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2018): “You’ve got to do this like a Professional – not like one of these Scratchers! – Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists. Eingeladener Beitrag für Special Issue of Cambio, Rivista Sulle Trasformazioni Sociali. Special issue on Varieties of Professionalism in a Globalising World: New Theoretical Perspectives and Analytical Approaches. DOI: http://dx.doi.org/10.13128/cambio-23483
  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard / Böhrer, Annerose (2018): Arbeit am Körper anderer: Darstellung und Inszenierung von Expertenschaft. In: Poferl, A. / Pfadenhauer, M. (Hrsg.): Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie.
  • Irmgard Steckdaub-Muller (2019): »Man arbeitet immerhin am größten Organ eines lebenden Menschen!« Die Bearbeitung der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen. In: Allolio-Näcke, Lars; Van Oorshot, Jürgen; Verstegen, Ute (Hrsg.): Nacktheit – Transdisziplinäre Athropologische Perspektiven. Berlin (Lit Verlag): 241-256.
  • Irmgard Steckdaub-Muller (2015): Generation Y: Auf dem Weg zu einem neuen Arzt- und Patientenverständnis. In: Public Health Forum, Band 23, Heft 4, Seiten 205–206, ISSN (Online) 1876-4851, ISSN (Print) 0944-5587, DOI: https://doi.org/10.1515/pubhef-2015-0073.

Akademischer Werdegang

 

Seit 04/2017   Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Andere schön machen.“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. (Leitung: Prof.Dr. Renate Liebold, Prof. Dr. Rainer Trinczek)

2016 – 2017    Tutorin im Projekt „Schülerkontaktstudium“ (BMBF gefördert) an der FAU.

Seit 10/2015   Doktorandin im DFG-Forschungsprojekt Andere schön machen – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. Arbeitstitel der Dissertation: Tätowieren als Erwerbsarbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

2011 – 2017   Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Lehrkraft für besondere Aufgaben) am Institut für Soziologie, FAU Erlangen Nürnberg.

2004 – 2010   Magisterstudium: Anglistik/Amerikanistik und Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

1989 – 1990   Referendariat und Zweites Staatsexamen.

1983 – 1989   Lehramtstudium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Brsg. Erstes Staatsexamen.