Irmgard Steckdaub-Muller

Forschungsschwerpunkte

  • Qualitative Sozialforschungsmethoden
  • Cultural Studies
  • Professionssoziologie
  • Bildungssoziologie

 

Biografieforschung

Sommersemester 2021

Seminar, 2 SWS

Zeit: Mi 8:15 – 9:45;  Bemerkung zu Zeit und Ort: Die LV findet als Zoom-Veranstaltung statt.

 

Inhalt

Biographieforschung als ein Ansatz qualitativ-rekonstruktiver Sozialforschung wird in unterschiedlichen Disziplinen wie der Soziologie und Psychologie, der Geschichtswissenschaft, Schul- und Bildungsforschung, der Geschlechter- und Migrationsforschung zur Untersuchung von Lebenswelten, Handlungsmustern, Selbstdeutungen und Geschichte aus Subjektperspektive genutzt. Im Kern geht es um das forschende „Nachvollziehen der inneren Logik von Handlungen, Deutungen, Interaktions- und Lebenskontexten“ (Völter 2008 [1]).

Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit dem Konzept ‚Biografie‘ als einer in der Alltagssprache gebräuchlichen Kategorie und als einem Forschungsgegenstand in der Soziologie, sowie dessen Entstehungsgeschichte. Ein weiterer Themenschwerpunkt sind die methodologischen Grundlagen der Biografieforschung, sowie ihrer Erhebungs- und Auswertungsmethoden. Die Rezeption von empirischen Studien gibt Einblick in die Praxis und führt in die Entwicklung einer selbstgewählten inhaltlichen Fragestellung und das Erproben eines biografisch-narrativen Interviews durch die Studierenden ein.

 

Empfohlene Literatur

Fuchs-Heinritz, Werner (2009): Biographische Forschung. Eine Einführung in Praxis und Methoden. 4. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

 

Zusätzliche InformationenMaximale Teilnehmerzahl: 20
Für diese Lehrveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.
Die Anmeldung erfolgt von 05.04.21, 8:00 Uhr bis 23.04.21, 24:00 Uhr über: mein Campus.

 

  • 10/2018: Projektvorstellung „Andere schön machen“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag) – Erlangen: Kreuz & Quer, ‚Club vielseitig interessierter Frauen‘, 25.10.2018.
  • 09/2017: „Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen“ (Vortrag Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – 39.Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen; Universität Göttingen, 24.-28. September 2018
  • 07/2018: “The Discourse of Professionalism and its Function in the Tattooing Scene.” (Vortrag)ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 07/2018: ‹l’m a Professional Beauty Specialist, not just a simple Beautician!› – The Discourse of Professionalism and its Function in Beauty Work.” (Distributed Paper) – ISA World Congress of Sociology, Toronto, 15.-21.07.2018
  • 05/2018: „Krähenfüße, dünnes Haar und trockene Haut. Körperarbeit als Defizit-Konstruktion.“ (Vortrag Annerose Böhrer und Irmgard Steckdaub-Muller) – Jahrestagung der Sektion „Soziologie des Körpers und des Sports“ der DGS am 17./18. Mai 2018 an der Johann-Gutenberg-Universität Mainz
  • 03/2018: Tattooing as an Act of Incorporation – Professional Identities of Tattoo Artists.” (Vortrag) – International Conference “Creative Bodies, Creative Minds”, Karl-Franzen-Universität Graz, 26.-27.03.2018.
  • 10/2017: „Man arbeitet immerhin am Organ eines lebenden Menschen.“ – Die Arbeit an der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen.“ (Vortrag) – 7. Interdisziplinäre Tagung „Nacktheit“ des Zentralinstituts »Anthropologie der Religion(en), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, 11.-13.10.2017.
  • 10/2017: „Des Ganze muss ‚mer professionell betreiben – net wie so’a Hinterhoftätowierer.“ Der Begriff der Professionalität für das Berufsverständnis von TätowiererInnen.“ (Vortrag) – Jahrestagung der Sektion Professionssoziologie, Uni Frankfurt 05.-07.10.2017.
  • 09/2017: Arbeit am Körper anderer: Regulierungsstrategien von Dienstleistungsarbeit im Spannungsfeld von Nähe und Distanz (Vortrag Renate Liebold, Silke Röbenack und Irmgard Steckdaub-Muller) – Wissenssoziologie-Kongress, Dortmund, 27.-29.09.2017.
  • 06/2017: „Professional Tattooing isn’t just a job – it’s a vocation.“ The -Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – Interim Conference of the ISA Research Committee on Sociology of Professional Groups. Oslo, 08.-10.06.2017.
  • 04/2017: „It’s so cool: what you ink them, they’ll take to their grave.“ Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists.“ (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 19.-22.04.2017.
  • 04/2015: „Sometimes it gets really very private and intimate.“ Negotiating Space in Body Work“. (Vortrag) – International and Interdisciplinary Conference „Talking Bodies“, University of Chester, 31.03.-02.04.2015.
  • 10/2014: „Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit“ (Vortrag von Renate Liebold und Irmgard Steckdaub-Muller) –  Körper und Geschlecht in Zeiten ihrer technologischen (Re)Produzierbarkeit. LMU München, 24.-25.10.2014
  • 09/2012: „Es gibt viel zu verlieren …“ – Das Engagement der Eltern für den Schulerfolg ihrer Kinder. Motivationen und Deutungsmuster einer alltäglichen Handlungspraxis. – Vortrag bei der Tagung „Bildungsentscheidungen im Lebenslauf. (Dis-)Kontinuitäten, Parado-xien und soziale Ungleichheit. DGfE Jahrestagung 2012:  Justus-Liebig-Universität Gießen 27. – 29. September 2012

 

 

  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard (2019): Professionalität und ihre Verteidigung im Feld körpernaher Dienstleistungen. In: Bird, K. / Hübner, W. (Hrsg.): Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen: Der Verhandlungsband des 39. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 24.-28. September 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2018): “You’ve got to do this like a Professional – not like one of these Scratchers! – Reconstructing the Professional Self-Understanding of Tattoo Artists. Eingeladener Beitrag für Special Issue of Cambio, Rivista Sulle Trasformazioni Sociali. Special issue on Varieties of Professionalism in a Globalising World: New Theoretical Perspectives and Analytical Approaches. DOI: http://dx.doi.org/10.13128/cambio-23483
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2019): »Man arbeitet immerhin am größten Organ eines lebenden Menschen!« Die Bearbeitung der Haut der Anderen. – Zum beruflichen Selbstverständnis von Tätowierer*innen. In: Allolio-Näcke, Lars; Van Oorshot, Jürgen; Verstegen, Ute (Hrsg.): Nacktheit – Transdisziplinäre Athropologische Perspektiven. Berlin (Lit Verlag): 241-256.
  • Liebold, Renate / Röbenack, Silke / Steckdaub-Muller, Irmgard / Böhrer, Annerose (2018): Arbeit am Körper anderer: Darstellung und Inszenierung von Expertenschaft. In: Poferl, A. / Pfadenhauer, M. (Hrsg.): Wissensrelationen. Beiträge und Debatten zum 2. Sektionskongress der Wissenssoziologie.
  • Steckdaub-Muller, Irmgard (2015): Generation Y: Auf dem Weg zu einem neuen Arzt- und Patientenverständnis. In: Public Health Forum, Band 23, Heft 4, Seiten 205–206, ISSN (Online) 1876-4851, ISSN (Print) 0944-5587, DOI: https://doi.org/10.1515/pubhef-2015-0073.

 

 

Akademischer Werdegang

2017 – 2019   Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-geförderten Forschungsprojekt „Andere schön machen.“ – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. (Leitung: Prof.Dr. Renate Liebold, Prof. Dr. Rainer Trinczek)

2016 – 2017    Tutorin im Projekt „Schülerkontaktstudium“ (BMBF gefördert) an der FAU.

Seit 10/2015   Doktorandin im DFG-Forschungsprojekt Andere schön machen – Arbeit am Körper als Dienstleistung und Erwerbsarbeit. Arbeitstitel der Dissertation: Tätowieren als Erwerbsarbeit – Zwischen Beruf und Berufung.

2011 – 2017   Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Lehrkraft für besondere Aufgaben) am Institut für Soziologie, FAU Erlangen Nürnberg.

2004 – 2010   Magisterstudium: Anglistik/Amerikanistik und Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

1989 – 1990   Referendariat und Zweites Staatsexamen.

1983 – 1989   Lehramtstudium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg i. Brsg. Erstes Staatsexamen.